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Kunsthalle Jesuitenkirche

A. R. Penck

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Der „Meister der Strichmännchen“, der 1939 in Dresden als Ralf Winkler geborene Maler, Grafiker und Bildhauer, verweist mit seinem Künstlernamen auf den Eiszeitforscher und Geologen Albrecht Penck (1885–1945). Das mag mit dem naturwissenschaftlichen Anspruch zusammenhängen, den auch der Künstler Penck an seine Arbeit hat. Oberflächlich betrachtet, erinnern seine Werke an prähistorische Höhlenmalerei und primitivistische Zeichen, doch zugleich reflektiert er in ihnen Mathematik, Kybernetik und Mechanik. Kunst ist für Penck weit mehr als nur ein schönes Bild. Seinen internationalen
Durchbruch erfuhr der Künstler durch die Teilnahme an der Documenta 1972. Penck selbst wurde von Seiten der DDR-Behörden die Reise nach Kassel verwehrt. Später schmuggelte er seine Bilder als
Geschenkpakete getarnt in den Westen.

Nach seiner Ausbürgerung 1980 setzte Penck seine großen Historienbilder fort, die er bereits seit den 60er Jahren mit den ersten „Weltbildern“ entwickelt hatte. In der Kunsthalle Jesuitenkirche sind wichtige
Stationen seines künstlerischen Schaffens zu sehen, in dem er seit seinen Anfängen immer wieder die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft auslotet. Heute lebt Penck zurückgezogen in Irland.

Laufzeit der Ausstellung

26.11.2016 bis 05.03.2017
A. R. Penck, Jäger III, 1994

A. R. Penck, Jäger III, 1994, Siebdruck, 81 x 110 cm, Courtesy Galerie Breckner, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto: Norbert Faehling

 A. R. Penck, TM, 1974 (Ausschnitt)

A. R. Penck, TM, 1974, Kunstharz auf Leinwand, 60 x 60 cm. © VG Bild-Kunst, Bonn 2016. Foto: Galerie Michael Werner

A. R. Penck, Guerriero Sconosciuto, 1990, Acryl auf Wellpappe, 50 x 70 cm, Courtesy Galerie Michael Werner Märkisch Wilmersdorf, Köln & New York, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016, Foto: Lothar Schnepf