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Herzlich willkommen bei den Museen der Stadt Aschaffenburg.

Aktuelles

Kurz und bündig informieren wir Sie hier über Neuigkeiten aus unseren Museen.

  • Ausgezeichnete Bausubstanz

    Das Christian Schad Museum findet in einem ganz besonderen Gebäude sein zu Hause. Ab dem 6. Juni 2019 teilt sich das Museum das ehemalige Jesuitenkolleg in der Pfaffengasse mit der Kunsthalle, die bereits seit 1976 in der zugehörigen Jesuitenkirche ihren Platz gefunden hat.

    Die Umbauten des Bauensembles zur Einrichtung des Christian Schad Museums wurden nun mit dem „Förderpreis der Kulturstiftung des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz“ gewürdigt. Am 18. September 2018 erhielt die Stadt Aschaffenburg für die Fortentwicklung der ehemaligen Jesuitenkirche und des Jesuitenkollegs zu einem Teil des künftigen Aschaffenburger Museumsquartiers den mit 25.000 € dotierten Förderpreis.

    Wir freuen uns mit der Stadt Aschaffenburg sehr über die Auszeichnung und Förderung des Bezirk Unterfranken. Anja Lippert, Mitarbeiterin bei den Museen der Stadt, nahm den Preis in Vertretung für Oberbürgermeister Klaus Herzog und Museumsdirektor Dr. Thomas Richter im Tagungs- und Kulturzentrum Schüttbau in Rügheim (Landkreis Hassberge) entgegen.

    Die Jury betonte in ihrer Würdigung, dass mit Einrichtung des Christian Schad Museums „inmitten der Aschaffenburger Altstadt ein urbaner Treffpunkt“ entsteht, „der das historische Bauensemble mit der Nutzung eines Kunstmuseums verbindet.“ Mehr Informationen über die Preisverleihung, den Förderpreis und die weiteren Preisträger gibt es hier zu lesen. 

    Ein schöner Anlass, um die Geschichte unseres Museumsbaus auf unserem Blog zum Christian Schad Museum in Erinnerung zu rufen:

    Ein Ort mit Geschichte

    (v.l.n.r.): Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Klaus Reder und Anja Lippert von den Museen der Stadt Aschaffenburg freuten sich zusammen mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel über den Förderpreis (Foto: Dr. Markus Mauritz; Bezirk Unterfranken).

  • Der Aschaffenburger Maulaff ist ein bayerischer Heimatschatz

    Heimatminister Albert Füracker und Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle prämierten am 13. Juli 2018 "100 Heimatschätze" - darunter war auch ein Aschaffenburger Exponat: der sogenannte "Maulaff". Die Museen der Stadt Aschaffenburger erhalten wie alle anderen Preisträger ein Preisgeld von 1.000 Euro und wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Den Preis nahm stellvertretend Ina Paulus, die Leiterin des Führungsnetzes Aschaffenburg entgegen.

    Der „Maulaff“ ist eine Spielfigur aus dem Aschaffenburger Landschaftspark Schönbusch, der ab 1775 von dem Mainzer Erzbischof und Kurfürsten Friedrich Karl von Erthal angelegt worden war. In die frühe Gestaltung des Parks gehörte das „Tal der Spiele“. Der „Maulaff“ ist das einzige noch erhaltene Spielzeug aus dem ehemals mit Karussell, Schaukel, Vogelschießen, Kegelspielen u.a. für das höfische Spiel ausgestatteten Teil des Parks. Im Gartenplan von Emanuel Joseph von Herigoyen (1785 bis 1788, BSV, B 11/3) sind die großen Spielgeräte eingezeichnet und deutlich zu erkennen.

    Die Figur eines Spessart Bauern mit gelbbrauner Kniehose, langem grünem Überrock, roter Weste, Halsbinde, Dreispitz und Schnallenschuhen diente für Wurfspiele. Es galt, den Ball in den weit geöffneten Mund zu werfen. Auf der Rückseite der Figur rollte er wieder heraus und wurde in einem „Glückerbeutel“ aufgefangen.

    Die Bezeichnung „Maulaff“ geht auf die Redewendung „Maulaffen feilhalten“ zurück, die jemanden bezeichnet, der mit offenem Mund, staunend und untätig dasteht. Sie leitet sich vermutlich vom plattdeutschen Dialekt ab: „er hält dat Mul apen“  –  „er hält das Maul offen“.

    In einer Rechnung über die Ausgaben für den Park Schönbusch (Staatsarchiv Würzburg) aus dem Jahr 1778 sind die beiden Bildhauer Ernst Hofmann (1736 – 1790) und Josef Anton Baumgärtner (1754 – 1822) als Hersteller von in Holz gemachten Pferden, einem Wagen und eines Vogels genannt, weshalb ihnen auch der „Maulaff“ zugeschrieben wird.

    Als der kurfürstliche Besitz aufgelöst wurde, erwarb 1811 Freiherr von Mergenbaum das Hofgut des Parks und damit auch die Figur. Als sein Nachlass 1846 öffentlich versteigert wurde, kam der „Maulaff“ in Besitz von Gerbermeister Klement Kitz. Der nächste Eigentümer wurde ein Oberlandesgerichtsrat in Augsburg, der die Figur bereits erstmals vor 1912 an das Stadtmuseum seiner Vaterstadt übergeben hat und von dessen Nachfahren sie heute immer noch als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt wird. (Aschaffenburger Zeitung vom 14.8.1912)

    Laut Aschaffenburger Zeitung von 1912 war der „Maulaff“ schon damals zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und ist noch heute eines der populärsten Objekte, das bei allen Führungen vorgestellt wird und welches nahezu jedes Kind in Aschaffenburg kennt. Zudem lebt der „Maulaff“ ab und zu auch als Pantomimen-Figur in der Fußgängerzone weiter…

    Alle 100 Heimatschätze

    „Maulaff“, 1778, Holz, farbig gefasst, Höhe 165 cm (Inventarnummer MSA Dep. 753)

  • Geburtstags-Geschenk

    Ein neues Kunstwerk für die Museen der Stadt Aschaffenburg

    Aus Anlass seines 75. Geburtstages schenkte Walter Diehm den Museen der Stadt Aschaffenburg das Porträt seines Großvaters Alexander Herlein, das der Aschaffenburger Künstler Geo Schäfer gemalt hat.

    Alexander Herlein (1875-1954) war seit 1900 Direktor der Aschaffenburger Buntpapierfabrik. Verheiratet war er mit Elisabeth Charlotte, geb. Ernst (1876-1954), die zur Erbengemeinschaft der Fabrik gehörte. Mit Übernahme des Erbes ihrer beiden Geschwister wurde sie Alleininhaberin der Fabrik. Auch nach Vereinigung mit der Buntpapierfabrik A.G. 1908 gehörte Alexander Herlein dem Vorstand und bis zu seinem Tod 1954 dem Aufsichtsrat an.Die Tochter der beiden, Liselotte Herlein, heiratet den Wallersteiner Forstdirektor Karl Diehm und hatte mit ihm zusammen vier Söhne: Der jüngste von ihnen ist Walter Diehm.

    Geo Schäfer (1900-1939) ist für seine qualitätsvollen Gemäldeporträts bekannt und hat zahlreiche Aschaffenburger, auch viele Persönlichkeiten der gehobenen Gesellschaft festgehalten. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Offenbach und gehörte zu den Mitbegründern der Künstlervereinigung „Der Spessart“.

    20.04.2018

    Das Main-Echo hat auch über den Termin berichtet:

     

    Von rechts nach links: Walter Diehm, Oberbürgermeister Klaus Herzog und Museumsdirektor Dr. Thomas Richter

  • Ein Gemälde und eine ganze Familiengeschichte dahinter…

    Eine willkommene Ergänzung für die Sammlung des Museums jüdischer Geschichte und Kultur stellt das Gemälde vom Haus im Bohlenweg 9 in Aschaffenburg dar. Es illustriert die Geschichte der Aschaffenburger Familie Karp, die als "Mischlinge" in der Zeit des Nationalsozialismus zahlreichen Repressalien ausgesetzt war.

    Erich Wesselow zog laut Meldekartei im August 1949 in das Haus im Bohlenweg 9. Das Gemälde entstand vermutlich noch in diesem Monat, worauf die blühenden Blumen und Stangenbohnen deuten. In der Villa wohnte bereits die Zahnarztfamilie Karp zur Miete. Erich Wesselow und Tochter Thea Karp heirateten 1952 und wanderten noch im gleichen Jahr nach Kanada aus. In den Aschaffenburger Adressbüchern wird Erich Wesselow nicht nur als Porträtmaler geführt, sondern auch als Personalchef der Britischen Militärregierung. In Kanada machte er Karriere als Künstler und wurde Mitglied der Royal Canadian Academy und Präsident der Quebec Society for Education through Art. In seinem Wohnort Châteauguay in der Provinz Québec ist ein Saal im Rathaus nach ihm benannt.

    Zu Familie Karp:

    Werner Karp (* 1888) war Zahnarzt und entstammte der berühmten jüdischen Berliner Künstlerfamilie Hollaender. 1928 war er mit seiner Frau Feodora (* 1896) und den beiden Töchtern Thea (* 1921) und Christa Maria (* 1923) nach Aschaffenburg gezogen, wo er eine Praxis aufbaute. Da ihn die Nationalsozialisten als „Mischling I. Grades“ einstuften und seine Töchter als „Mischlinge II. Grades“, war die Familie zahlreichen Repressalien ausgesetzt. Werner Karp musste schließlich seine Zahnarztpraxis schließen und wurde als Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Familie überstand die Zeit, wohingegen die Berliner Familie nahezu vollständig in Konzentrationslagern ermordet wurde.

    Werner Karp konnte 1945 seine Zahnarztpraxis wiedereröffnen und war von da an sehr um den kulturellen Wiederaufbau der Stadt Aschaffenburg bemüht, besonders um das Theater: Er war tatkräftiges Mitglied im Kultur-Komitee und in der Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde aktiv. Er verstarb im September 1946 bei einem Autounfall.

    Seinen beiden Töchter hatte er auch in schwierigen Zeiten eine Ausbildung ermöglicht: Thea als medizinisch-technische Assistentin und Christa Maria als Schauspielerin. Als „Christamaria Carp“ feierte die junge Frau bereits 1946 ihre ersten Erfolge in verschiedenen Rollen am neu eröffneten Aschaffenburger Theater. Mit ihrem zweiten Ehemann Werner Baumgarten lebte sie später bei Karlsruhe, wo sie Theaterkurse bei der VHS und die Laientheatergruppe „Lampenfieber“ leitete. Aus ihrem Nachlass stammt das Gemälde und zahlreiche Fotos und Unterlagen, die über Ebay erworben werden konnten und die Lebensgeschichte der Familie Karp preisgaben.

    Das Gemälde wird nun im Museum Jüdischer Geschichte und Kultur ausgestellt.

    zum Museum Jüdischer Geschichte und Kultur

    Erich Wesselow (1911 Marienburg / Malbork, Polen - 1998 Montreal, Kanada), Ansicht Haus Bohlenweg 9 Aschaffenburg, Öl auf Pappe, 1949 , Museen der Stadt Aschaffenburg (Inv.-Nr. MSA 477/2017)

  • Archäologie am Main - Sammeln und Forschen seit über 150 Jahren

    Die Sammlung des Aschaffenburger Stiftsmuseums existiert seit 1854 und ist damit eine der Ältesten in Deutschland. Ursprünglich entstand sie aus dem Bemühen, die archäologischen Funde aus der Region zu erforschen und für die Nachwelt zu bewahren.

    Erstmals liegt nun ein Band vor, der diese alten Fundbestände zusammen mit den jüngsten Grabungsfunden aus Aschaffenburg vorstellt. Er füllt damit eine seit Jahrzehnten bestehende Lücke in der Vorgeschichtsforschung für die Region am bayerischen Untermain.

    Markus Marquart: Beiträge zur Vorgeschichte des Aschaffenburger Landes vor dem Spiegel der Sammlungen des Aschaffenburger Stiftsmuseums. Aschaffenburger Jahrbuch 66 (2017), Veröffentlichungen des Geschichts- und Kunstvereins Aschaffenburg e. V.
    ISBN 978-3-87965-129-0

    Zu beziehen über:
    Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e. V.
    Schönborner Hof
    Wermbachstr. 15
    63739 Aschaffenburg
    www.geschichtsverein-aschaffenburg.de oder Buchhandlungen in Aschaffenburg

    Flyer zur Publikation (PDF 348,82 KB)

  • Preiswürdig

    Am 29. Juni 2017 wurde er im Rahmen des Bayerischen Museumstags in Schwabach verliehen: der Förderpreis der Bayerischen Sparkassenstiftung „Vermittlung im Museum“. Die Museen der Stadt Aschaffenburg haben einen der beiden Nebenpreise (dotiert mit jeweils 5.000 €) für ihre museumspädagogische Projektidee im Christian Schad Museum erhalten. Entwickelt wurde der „Schadomat“ (Arbeitstitel) von Anja Lippert (Museen der Stadt Aschaffenburg), Ina Paulus vom Führungsnetz Aschaffenburg und den beiden Kunstlehrern Sabina Grzywacz und Bernd Dörig.

    Wir freuen uns, dass wir für das Christian Schad Museum ein Projekt umsetzen können, das den großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern ganz praktisch die Fotogramme von Christian Schad näher bringen soll. Geplant ist, dass diese selbst ihre Schadographien entwickeln und direkt mit nach Haus nehmen können.

    In der Pressemitteilung der Bayerischen Sparkassenstiftung ist zu lesen: „Die Tatsache, dass hier Besucher experimentieren und kreativ sein können, bewog die Jurymitglieder zur Preisvergabe. Die Jury sieht in dieser Station auch ein großes Potenzial für die Umsetzung von barrierefreien Aspekten.“

    Zur Pressemitteilung der Bayerischen Sparkassenstiftung

    Bei der Preisverleihung des Förderpreises „Vermittlung im Museum“ (Nebenpreis). Foto: Gert Klaus

  • Post aus Aschaffenburg

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