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Kunsthalle Jesuitenkirche

Über die Kunsthalle Jesuitenkirche

Im Jahr 1612 beruft der Mainzer Erzbischof Johann Schweikhard von Kronberg die Jesuiten nach Aschaffenburg. Im Zuge dessen entstehen von 1619 bis 1621 die Jesuitenkirche sowie erste Kollegiengebäude. 1773 wird der Orden aufgelöst, später wieder besetzt; Ende der 1940er Jahre verlässt der letzte Jesuit Aschaffenburg. Durch die Besetzung der Stadt Mainz durch die französische Armee 1797 wird das Schloss zur Residenz des Kurfürsten, das Kolleg für kurze Zeit Universität.

Jesuitenkolleg mit Kirche und Schuldebäude, Zustand 1901 bis 1945, Isometrie. (In: Alois Grimm, Aschaffenburger Häuserbuch II, Geschichts- und Kunstverein Aschaffenburg e.V., 1991, S. 186.)

Drei Jahre nach dem Übergang Aschaffenburgs an Bayern werden 1817/18 alle Aschaffenburger Lehranstalten in dem Areal konzentriert. Im Zweiten Weltkrieg entstehen erhebliche Schäden am Gebäude. Nach umfangreichen Instandsetzungsarbeiten wird das weiträumige Areal des Jesuitenkollegs dann wieder für schulische Zwecke genutzt.

1971, nach der Auflösung des Studienseminars erwirbt die Stadt das Areal und die staatliche Fachoberschule wird eingerichtet. Die folgenden Baumaßnahmen erweitern die ursprünglichen Räumlichkeiten um das Werkstattgebäude, die Turnhalle und die Tiefgarage. Die Jesuitenkirche dient bereits seit 1976 als Ausstellungshaus in Aschaffenburg.

Die Kunsthalle Jesuitenkirche ist seit 1990 das Ausstellungshaus der Stadt Aschaffenburg mit Schwerpunkten der Klassischen Moderne und gefestigter Positionen der Gegenwart.

 

Der profanierte Sakralraum bietet mit seinen Stuckelementen ein eindrucksvolles Ambiente für Ausstellungen moderner Kunst. Es finden in der Regel vier wechselnde Ausstellungen pro Jahr statt.